Warum Open Source in der Bildung dringend notwendig ist

Im sogenannten Digitalpakt wurden deutschen Schulen 5 Milliarden Euro zugesagt – wie genau sich die Verwendung dieses Geldes gestaltet, ist jedoch bis heute nicht geklärt. Während die Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Ländern hin und her geschoben werden, bleibt die digitale Mündigkeit auf der Strecke.

Das Thema ist hochgradig brisant: Wie können die großen Lücken zwischen Wunsch und Realität überbrückt werden? Wie kann verhindert werden, dass schon im Schulalter eine Prägung auf weit verbreitete Produkte von großen Herstellern „ausserhalb der EU“ erfolgt und somit Steuergelder ver(sch)wendet werden um teure proprietäre Produkte zu erwerben und dabei weitere Abhängigkeiten geschaffen werden?

Wie können deutsche und europäische Unternehmen es schaffen, die digitale Zukunft unseres Landes aktiv mitzugestalten?

Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre Meinung, Lösungsvorschläge und Ideen in einem Kommentar hinterlassen.

Netzpolitik.org hat fünf Punkte zusammengetragen, die für die digitale Bildung von entscheidender Bedeutung sind:

1) Geld

Nicht nur im digitalen Bereich fehlt es an Mitteln, sondern im Bildungsbereich generell. Zu grosse Klassen, zu wenig Lehrer und veraltetes Unterrichtsmaterial erschweren den Schülern oftmals das Lernen. Um mit anderen Ländern mitzuhalten, müsste Deutschland laut netzpolitik.org jährlich etwa 30 Milliarden Euro mehr in das Bildungssystem investieren.

2) Verbesserung von Aus- und Weiterbildung

In der Lehramtsausbildung wird derzeit noch zu wenig Wert auf digitale Aspekte der Didaktik gelegt. Datenschutz in der Verwaltung ist bei Schulen nur selten Thema, als Beispiel werden offene Passwortlisten oder unverschlüsselte Kommunikation über Schülerdaten angebracht. Smartphones werden konsequent verboten, statt sie als digitales Hilfsmittel in den Unterricht zu integrieren, fehlende Medienkompetenz ist nur eine der Folgen.

3) Technischer Vor-Ort-Service

Fertig aufgesetzte Computer und Tablets gehen häufig am Bedarf vorbei. Ziel muss es sein, eine auf die Schulform und Klassenstufe zugeschnittene Lösung vor Ort zu implementieren. Durch die häufig fehlende Kompetenz bleibt die individuelle Auswahl der Mittel auf der Strecke. Fertige Produkte wie von Microsoft sind die scheinbar einfachste Lösung, führen aber langfristig zu einem Gewöhnungseffekt, der lediglich die Marktmacht und damit die Preise für IT-Grosskonzerne optimiert. Durch vernagelte Systeme haben Schüler und Leherer zudem nicht wirklich eine Chance, die Arbeitsgeräte zu begreifen, sie werden ausschliesslich zu Nutzern, die auch bei Kleinigkeiten auf externe Hilfe durch Softwaredienstleister angewiesen sind.

4) Förderung von Open Source

Besonders Open Source hätte im Bildungsbereich enormes Potenzial. Neben der deutlichen finanziellen Entlastung steht vor allem die Sicherheit und Datenhoheit im Vordergrund. Mit Open Source haben Schulen die Möglichkeit, ihre Daten selbstbestimmt zu verwalten und sind nicht an fragwürdige Zugriffsrechte der Softwareriesen gebunden.

5) freie Bildungsmaterialien

Der Austausch zwischen Schülern und Lehrern liesse sich durch freie Bildungsmaterialien deutlich steigern. Derzeitige Materialien dürfen so gut wie nicht verändert oder anderweitig genutzt werden, offene Lizenzen hingegen würden die Mitgestaltung und Eigeninitiative positiv unterstützen.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass das Bildungssystem in Deutschland einen enormen Rückstand im digitalen Bereich aufholen muss. Dafür bedarf es Investitionen – und zwar an den richtigen Stellen. Statt die Schüler weiter zu reinen Nutzern zu erziehen, könnten mit Open Source sowohl Kosten gespart als auch digitale Mündigkeit besser erreicht werden.

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