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Die aktuelle Lage (17. März 2020):

Die Lungenkrankheit COVID-19, ausgelöst durch den Virus Sars-Cov2, hat sich laut WHO auf 146 Länder ausgebreitet und wurde am 11. März zur globalen Pandemie erklärt. Die WHO beobachtet die Krankheit ständig und zeigt sich sowohl über die Ausbreitungsgeschwindigkeit, als auch über die Folgen besorgt.

Das Robert Koch Institut hat heute die Risikobewertung zur Situation in Deutschland aktualisiert.

Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab und kann örtlich sehr hoch sein. (Quelle: RKI)

Schweiz: Die Schweiz befindet sich in einer ausserordentlichen Lage. Die Zahl der Fälle nimmt rasch zu. Die gesamte Bevölkerung ist betroffen und dringend aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen. (Quelle: BAG)

Die meisten der Infizierten und Erkrankten werden sich erholen, aber Menschen mit Vorerkrankungen von Herz, Lunge, Leber, sowie mit geschwächtem Immunsystem und ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe und ernste Komplikationen, so das Robert-Koch-Institut.

Ein weiteres Risiko ist die Kapazität des Gesundheitswesens. Es gibt nur eine beschränkte Anzahl an Plätzen zur intensivmedizinischen  Betreuung mit Geräten zur Atemunterstützung. Deshalb rät das RKI der Bevölkerung unter anderem dazu, soziale Kontakte soweit wie möglich freiwillig einzuschränken. Ziel ist es, die Zahl der Neuinfektionen auf einen längeren Zeitraum zu strecken, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, damit Patienten mit schwerem Verlauf weiterhin bestmöglich versorgt werden können.

Aktuell gibt es aus jedem Land der Europäischen Union Meldungen über Infektionen mit SARS-CoV-2, eine aktuelle Karte finden Sie hier.

Die USA haben in der letzten Woche ein Einreiseverbot für alle Europäer beschlossen, das zunächst für 30 Tage gilt.

Verschiedene Länder Europas haben sich in den “Lockdown” begeben. Nahezu alle Veranstaltungen sind abgesagt, es haben vielerorts nur noch Supermärkte, Drogerien und Apotheken geöffnet. Diese Massnahmen sollen die Ausbreitung des Virus verlangsamen.

 

Wie Sie das Ansteckungsrisiko minimieren können:

Aktuell existiert kein Impfstoff gegen SARS-Cov2 und auch keine geprüfte Medikation gegen die Erkrankung COVID-19. Aktuell bleibt also nur der Versuch, sich nicht dem Virus auszusetzen und das eigene Immunsystem zu stärken. Das Bundesministerium für Gesundheit hat ein Infoblatt herausgegeben und rät zu folgenden Massnahmen:

  • Waschen Sie Ihre Hände häufig für mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife. Ist beides nicht verfügbar, greifen Sie auf Handdesinfektion mit mindestens 60% Alkoholgehalt zurück.
  • Halten Sie Abstand, privat wie beruflich, vermeiden Sie Begrüssungen mit Körperkontakt.
  • Meiden Sie den Kontakt mit Personen, die Symptome (Husten, Schnupfen) zeigen.
  • Vermeiden Sie es, Ihr Gesicht zu berühren.
  • Husten oder niesen Sie in Ihre Armbeuge oder in ein Taschentuch und werfen Sie letzteres umgehend in einen Behälter mit Deckel.
  • Bleiben Sie zuhause, wenn Sie Symptome bemerken.

Veranstaltungen, Messen und Dienstreisen werden durch die Pandemie abgesagt oder langfristig verschoben. Gesundheitsorganisationen raten dazu, den Kontakt zu anderen Menschen weitgehend einzuschränken, was viele Unternehmen empfindlich trifft.

Generelle Empfehlungen:

Bitte prüfen Sie, ob anstehende Meetings in virtuelle Meetings umgewandelt werden können, und ob die Einführung von Homeoffice für Ihr Unternehmen eine Option sein könnte. Immer mehr Organisationen raten ihren Mitarbeitern, wegen des Risikos durch Coronaviren von zu Hause aus zu arbeiten. Unternehmen rund um den Globus haben mittlerweile die obligatorische Arbeit vom Homeoffice eingeführt. Google, Microsoft, Twitter. Hitachi, Apple, Amazon. Chevron, Salesforce, Spotify. Von Grossbritannien über Europa bis zu den USA, von Japan bis Südkorea, viele globale Unternehmen möchten ihre Mitarbeiter schützen und dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus so weit wie möglich einzuschränken.

“Flatten the Curve” – Schränken Sie die eigenen sozialen Kontakte und die Kontakte der Mitarbeiter Ihres Unternehmens so weit wie möglich ein! Dadurch soll die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich gehalten und Zeit gewonnen werden, um weitere Vorbereitungen zu treffen, wie Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen, Behandlungskapazitäten in Kliniken zu erhöhen, Belastungsspitzen im Gesundheitssystem zu vermeiden und die Entwicklung antiviraler Medikamente und von Impfstoffen zu ermöglichen. (Quelle RKI)

Wir tragen unseren Teil bei, die “Kurve abzuschwächen”, helfen Sie uns und geben Sie auf sich Acht!

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